Tumore

Gutartige Analtumore:

  • Marisken sind schmerzfreie Hautfalten oder -läppchen des Anus. Eine operative Therapie ist nur bei Beeinträchtigung der Hygiene angezeigt.
  • Perianalvenenthrombosen sind spontane Blutgerinnsel in den Venen des unteren Analkanals. Diese können plötzlich auftreten und sehr schmerzhaft sein. Die Therapie richtet sich in erster Linie gegen die Schmerzen, eine operative Entfernung ist nur bei wiederholtem Auftreten oder starken Schmerzen angezeigt.
  • Analwarzen sind ähnlich wie Genitalwarzen meist durch Viren, z. B. Humanes Papilloma-Virus (HPV), ausgelöst. Sie sollten entfernt werden, um eine weitere Ausbreitung oder Entartung zu vermeiden. Die Therapie des Partners ist ebenso wichtig.

Bösartige Analtumore:

Bösartige Tumore im Bereich des Anus können aus Enddarm-Schleimhaut, aus Analhaut oder aus der umgebenden Haut durch Entartung entstanden sein. Nach entsprechend umfassender Diagnostik ist zunächst eine Probe-Entnahme unter Narkose erforderlich, um die Art des Tumors zu bestimmen und um die bestmöglichste und dem aktuellsten Stand entsprechende Therapie zu planen.

Die Heilung eines Anal-Karzinoms ist derzeit in über 80% aller Fälle möglich, die dazu gewählten Therapien sind meist „multimodal“, d. h. es kommen mehrere Therapieformen parallel oder gestaffelt zur Anwendung:

  • Chemotherapie
  • Bestrahlungen
  • operative Entfernung
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Ärzteteam Proktologie

Dr. med. Wolfgang Tieben

Arzt für Chirurgie, Gefäßchirurgie, Unfallchirurgie
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Dr. med. Daniel Zeyse

Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie
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